Frederick Matthias Alexander wurde 1869 in Wynyard/Tasmanien als Nachfahr englischer
Deportierter geboren.
In jungem Alter zeigte er großes schauspielerisches Talent und wurde zum erfolgreichen
Rezitator von Shakespeares Texten, bis ihm eines Tages die Stimme versagte.
Da sich niemand zur Lösung seines Problems fand, begann er, sich selbst in mehreren speziell
angeordneten Spiegeln zu beobachten. Verwundert stellte er fest, dass sein Körper beim Rezitieren
merkwürdige Bewegungen vollzog, die er bisher nicht wahrgenommen hatte und die offenbar
der Grund für seine Stimmprobleme waren.
Mit äußerster Disziplin entwickelte Alexander hieraus durch ganzheitliche Betrachtung seiner
Beschwerden nach und nach verschiedene Prinzipien und Anweisungen, mit deren Hilfe er zu einem
gesunden und ausgewogenen Körpergebrauch und zur erfolgreichen Ausübung seines Berufes zurückfinden
konnte.
Alexander nutzte seine Kenntnisse, indem er zu unterrichten begann. Zunächst in Australien
(Melbourne und Sydney), ab 1904 in London und 1914-1934 in New York und den USA, dort auch im
Wechsel mit seinem Bruder, den er in der Methode unterrichtet und zum Lehrer ausgebildet hatte.
Später kamen weitere Lehrer hinzu.
Mit seiner ganzheitlichen Art zu unterrichten, hatte Alexander Neuland betreten und aus
vielen Berufsgruppen großen Zulauf in seinen Schulen:
Pädagogen, Philosophen, Ärzte, Schriftsteller, Schauspieler, Politiker und Sportler wie zum
Beispiel Tänzer, Reiter oder Golfer. Er selbst war passionierter Reiter und übte diesen Sport
dank seiner eigenen Technik bis ins hohe Alter aus. Er verstarb 1955 im Alter von 86 Jahren in
London, wo er bis zuletzt unterrichtet hatte.
Alexander verweigerte sich zeitlebens einer wissenschaftlichen Untersuchung seiner Technik
und Erfolge. Er wollte mit Schülern arbeiten und nicht forschen und hatte wohl gleichzeitig
Bedenken, dass die Klarheit und Einfachheit seiner Arbeit verloren gehen werde.
Er hat daher nicht mehr erleben können, was wir heute wissen:
Neurowissenschaftlern gelang inzwischen der Nachweis, dass durch die sich stetig wiederholenden
Bewegungen seiner Technik Synapsen im Gehirn beeinflusst werden und neue Lernverbindungen
hergestellt werden. Dies hatte Alexander selbst erfolgreich nach einer eigenen
Schlaganfall-Erkrankung genutzt, auch ohne die wissenschaftlichen Hintergründe zu kennen.
Der Verhaltensforscher Nikolaas Tinbergen, der 1973 den Nobelpreis für Medizin und Physiologie erhielt, widmete F. M. Alexander den zweiten Teil seiner Dankesrede 'Ethology and Stress Diseases'. Er hob hervor, die Alexandertechnik bewirke eine feinsinnig differenzierte Art der Neuausrichtung für den Muskelapparat und damit des gesamten Körpers.
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If you stop doing the wrong thing, the right thing does itself. |